ein Paradies für Insekten

STATT MONOTONIE: BIENENFREUNDLICHE GÄRTEN

Der Garten stellt im Leben des Menschen seit Urzeiten einen besonderen Ort dar. Ob als Hortulus, Paradiesgarten, Refugium für Meditation, Ort der Heilung und des Schutzes oder schlicht als heimatliches Idyll: viele Kunstgemälde erzählen uns heute noch von seiner Bedeutung. Besinnen wir uns auf diese Werte und nutzen ihn als bienen- und lebensfreundlichen Aufenthaltsort.
Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sind insbesondere im Obst- und Gemüsegarten als Blütenbestäuber unersetzlich. Hier ist das wertvolle Zusammenspiel von Blüten besuchenden Insekten und dem Ertrag am deutlichsten sichtbar: Ohne die Bestäubung der Apfelblüten im Frühjahr durch Bienen, Hummeln und andere Wildbienen würde es Einbußen bei Qualität und Quantität der Ernte geben.

Das wächst hier

Veitshöchheimer Bienenwiese

Diese Mischung sorgt für eine lange Lebensdauer und gewährleistet eine lange Blühdauer. Die Blumenmischung zeigt ihren gesamten Blütenreichtum von April bis November. Das reichhaltige Pflanzen- und Blütenangebot ist Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Insekten und andere Tiere. Das bedeutet: energiereicher Nektar für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge viele Pollen für die Proteinversorgung der Brut wertvoller Lebensraum für Bodenbrüter hohe Frequenz von Insekten durch die Vielfalt an Pflanzen

Lebensraum

Die Saatmischung Lebensraum I bietet bis zu 5 Jahre, blütenreiche, ganzjährige Deckung (bis 2 m) und Äsung (hohe Artenvielfalt). Sie ist besonders geeignet für Insekten, Vögel, Niederwild incl. Rehwild. Die Mischung soll aus ökologischen Gründen nicht gemulcht werden. Ausnahme: hoher Unkrautdruck.

Waldrandmischung

Die Mischung trägt zur Gesunderhaltung des Wildes bei. Erfahrungsberichte von Jägern bestätigen die gezielte Zuwanderung von Wild zur Nahrungsaufnahme, verbunden mit der Verlagerung der Einstände. Aufgrund der Verwendung von schattentoleranten Arten ist die die Waldrandmischung auch für mäßig schattige Lagen geeignet.

Cosmos Saatmischung

Die mittelhohe Saatgut-Mischung erzeugt Blüten mit bunten Farben und vielzähligen Formen und überzeugt durch langen Blühaspekt. Ihre ausgewogene Komposition aus Bauerngartenpflanzen und heimischen Wildstauden vermittelt ländlichen Charme. Im ersten Jahr dominieren die einjährigen Arten mit ihrer verschwenderischen Blütenpracht. Ab dem zweiten Standjahr übernehmen die Wildstauden den Blühaspekt.

der Garten

Blühflächen sind nicht nur gut für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co., sie erfreuen auch das Menschenherz und nutzen unseren heimischen Singvögeln und anderen Wildtieren, die sich von den Insekten ernähren. Ganz wichtig und nicht zu vergessen sind unsere einheimischen Imker, die hier von profitieren

 

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sind unersetzlich. Als Blütenbestäuber sorgen sie für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Im Obstanbau ist das wertvolle Zusammenspiel von Blüten besuchenden Insekten und Ertrag am deutlichsten sichtbar: Ohne die Bestäubung der Apfelblüten im Frühjahr durch Bienen, Hummeln und Wildbienen gäbe es im Herbst nur wenige und minderwertige Äpfel. Auch bei den Wildpflanzen gibt es unzählige solcher Abhängigkeiten. Damit Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge, Wespen, Hornissen, Schwebfliegen und viele Käferarten überleben können, brauchen sie vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst ausreichend Nahrung und Wohnraum. Gerade der Hausgärtner hat viele Möglichkeiten, im Nutz- und Ziergarten Lebensräume und Nahrungsangebot für Blüten besuchende Insekten zu schaffen.
Warum sollte man nun Stauden im Garten verwenden? Zunächst sicher einmal aus ästhetischen Gründen. Stauden sind wunderbare Zeitgenossen: Ihre Blüten schillern in den klarsten Farben, die Blattstrukturen sind mannigfaltig, Stauden verändern ihr Erscheinungsbild im Jahreslauf und sind doch dauerhafte Begleiter. Eine Staudenpflanzung ist als Dauerkultur zu betrachten. D. h. bei entsprechenden Mulchpraktiken wird der Humusaufbau gefördert und das Bodenleben nicht durch unnötiges Umgraben gestört. Bedingt durch viele verschiedene Pflanzengattungen und arten, die bei einer ausgeglichenen Staudenanlage zum Einsatz kommen sind die Vorteile einer Mischkultur gegeben. Aufgrund der unterschiedlichen Blühzeitpunkte der Pflanzen kann man ein bewusstes ganzjähriges Blühangebot für Insekten schaffen (natürlich nur zur Vegetationszeit). Dabei sollte man unbedingt Frühjahrszwiebelpflanzen miteinbeziehen, sie stellen ein wichtiges Nahrungsangebot dar (z. B. Blaustern, Schachbrettblume).
Die Käfer (Coleoptera) sind vermutlich die artenreichste Tiergruppe des Planeten überhaupt. Bei so vielen Arten gibt es auch sehr viele Lebensstile, und einige davon basieren auf regelmäßigem Blütenbesuch. Manche bestäuben beimn Pollen- und Nektarsammeln, manche poltern eher zufällig über Blüten oder nutzen Sie als Präsentierteller bei der Partnersuche. Viele Käfer sind ebenso wie Fliegen doppelte Nützlinge: für Bestäubung und für weitere Dinge. Marienkäferlarven fressen Blattläuse und die Larven unzähliger Käferarten helfen im Boden bei der Zersetzung verrotendem Pflanzenmaterials.

Die Anlage

Von der Idee 2020 bis zu Anlage des Gartens im Frühjahr 2022. Die brachliegende Fläche wurde in den letzten 5 Jahren nicht mehr genutzt und war wegen des Plegemangels am verwildern. Die Lösung war recht einfach. Mit fachlicher Hilfe und Beratung zu den Samen von Frank Leo, wurde die Fläche von Mario Flach mit dem Grubber umgewälzt.

Umlegen der gesamten Grasnarbe und Entfernen der Gräserwurzeln

Aussaat der Samen und Anwälzen der Oberfläche

Ende September blühte der Garten nochmal richtig auf, nach diesem trockenen Sommer 2022

So sah der Garten im November 2022 aus.

Persönliche Führung möglich

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